Redaktion

Nadine Mersch
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Britta Plonka
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Informationen aus der SkF Bundeszentrale 4/2015  

SkF Claim Da sein, leben helfen
SkF Info-Dienst 4/2015

AUF EINEN BLICK
Allgemeine Soziale Beratung / Familienbezogene Armutsprävention 
Neuermittlung der Regelbedarfsstufen     
Vier Millionen Euro zur Bekämpfung von Armut in den Kommunen NRWs  

Frühe Hilfen 
Qualifizierungsmodule für Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger    
Neue Online-Publikationsreihe    
Pädiatrischer Anhaltsbogen zur Einschätzung von psychosozialem Unterstützungsbedarf (U3-U6)  
Kindermedizin und Frühe Hilfen   
Stipendien zur Ausbildung zu PAT-Elterntrainer/innen     

Häusliche Gewalt / Frauenhäuser
Neuer Vorstand www. gewaltlos.de   

Integration durch Arbeit
Experten für Reform der Arbeitsförderung   
Neues Bundesprogramm Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt  

Kinder- und Jugendhilfe  
Sexuelle Gewalt in der Erziehungshilfe   
Positionspapier Bildungsort Jugendsozialarbeit    
Stellungnahme des Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit     
Evangelischer Bundesverband Adoption e. V. (EvBA e. V.) gegründet    
Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe 2016   

Rechtliche Betreuung 
Konzentrierte Lobbyarbeit der Betreuungsvereine     

Schuldnerberatung
Seminarangebot von DCV und SKM

ALLGEMEINE SOZIALE BERATUNG / FAMILIENBEZOGENEN ARMUTSPRÄVENTION
Neuermittlung der Regelbedarfsstufen
Die Bundesregierung hat angekündigt, die Regelbedarfsstufe 3 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII) neu zu ermitteln. Das teilt sie in einer Antwort (18/4589) auf eine Kleine Anfrage (18/4472 ) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit. Diese Bedarfsstufe erhalten voll erwerbsgeminderte Menschen, wenn sie volljährig sind und in einem Haushalt mit Verwandten oder anderen Personen, die nicht Ehegatte oder Lebenspartner sind, zusammenleben. Sie beträgt 80 Prozent der vollen Regelbedarfsstufe. Das Bundesozialgericht hatte diese Praxis in mehreren Urteilen verworfen. Die Bundesregierung schreibt dazu, dass einzelne Regelbedarfsstufen nicht isoliert geändert werden könnten. Gesetzgeberische Änderungen fänden im Rahmen der ohnehin geplanten Neuermittlung der Regelbedarfe nach Vorliegen der aktuellen Daten der Einkommens- und Verbraucherstichprobe 2013 (EVS 2013) statt. Wenn das Statistische Bundesamt seine diesbezüglichen Auswertungen im zweiten Halbjahr 2015 abgeschlossen habe, werde das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die für die Regelbedarfsermittlung nötigen Sonderauswertungen in Auftrag geben, heißt es in der Antwort. Quelle: HIB Nr. 211 vom 22.04.2015 
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Vier Millionen Euro zur Bekämpfung von Armut in den Kommunen Nordrhein-Westfalens
Das NRW-Sozialministerium startet ein mit vier Millionen Euro ausgestattetes Förderprogramm zur Armutsbekämpfung in den Kommunen. "NRW hält zusammen … für ein Leben ohne Armut und soziale Ausgrenzung", unter diesem Motto fördert das NRW-Sozialministerium Projekte und Maßnahmen, die die Teilhabechancen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in benachteiligten Quartieren verbessern sollen. Der Aufruf zur Beteiligung richtet sich an Kommunen und Träger vor Ort. Projektaufruf und Informationen / zurück  

FRÜHE HILFEN
Qualifizierungsmodule für Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger
Auf der Internetseite www.fruehehilfen.de werden sukzessive verschiedene Qualifizierungsmodule für Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger eingestellt. Sie sind ein Angebot an alle, die Fort- oder Weiterbildung für Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen planen oder durchführen. Von den angedachten neun Modulen stehen die ersten drei Elemente aktuell zum Herunterladen zur Verfügung. / zurück

Neue Online-Publikationsreihe "Impulse zur Netzwerkarbeit Frühe Hilfen"
Mit den Impulsen zur Netzwerkarbeit Frühe Hilfen unterstützt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen durch einzelne Fachbeiträge die kommunalen Akteure und Akteurinnen. Aus Forschung und Praxis greift die Online-Publikationsreihe relevante Themen auf und gibt Anstöße für die kommunale Diskussion. Im ersten Beitrag schreibt Prof. Dr. Reinhold Schone "Zur Einbindung von Netzwerken Frühe Hilfen in die Planung der kommunalen Infrastrukturentwicklung" . / zurück

Pädiatrischer Anhaltsbogen zur Einschätzung von psychosozialem Unterstützungsbedarf (U3-U6)
Der Pädiatrische Anhaltsbogen soll Ärztinnen und Ärzten zur Beurteilung psychosozialer Belastungen und der Hilfebedarfe der Eltern als Arbeitshilfe dienen. Aufgrund der hierin erhobenen psychosozialen Belastungen können Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte Eltern zu den Angeboten der Frühe Hilfen bedarfsgerecht beraten. Der Pädiatrische Anhaltsbogen wurde im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen von einer Expertengruppe entwickelt und in einem umfangreichen Praxistest erprobt. / zurück  

Kindermedizin und Frühe Hilfen – Entwicklung und Evaluation des Pädiatrischen Anhaltsbogens
Der Pädiatrische Anhaltsbogen ist das Ergebnis einer mehrstufigen Expertenbefragung. In diesem Befragungsprozess bewerteten Experten und Expertinnen mehrere einzelne psychosoziale Belastungen, die sich in internationalen Längsschnittstudien potentiell negativ auf die kindliche Entwicklung ausgewirkt haben, hinsichtlich ihrer Relevanz für die Praxispädiatrie. Die Ergebnisse zur Evaluation des „pädiatrischen Anhaltsbogens“ zeigen, dass mithilfe dieses kategorialen Beobachtungsrasters die Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte unterschiedliche psychosoziale Belastungen bei ihren Patientenfamilien systematischer erkennen (Kindermedizin und Frühe Hilfen ). / zurück  

Stipendien zur Ausbildung zu PAT-Elterntrainer/innen
"PAT - Mit Eltern Lernen" (Parents as Teachers) ist ein international erprobtes und gut evaluiertes Hausbesuchsprogramm zur Elternbildung und frühkindlichen Förderung. Es informiert, unterstützt und begleitet Familien ab der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. Der präventive und ressourcenorientierte Ansatz hat zum Ziel, den Rahmen für eine gesunde Entwicklung zu schaffen, um die Bildungschancen der Kinder zu verbessern. Die PAT – Mit Eltern Lernen gGmbH bildet Fachkräfte zu PAT-Elterntrainer/innen aus. Die gemeinnützige Organisation DEUTSCHLAND RUNDET AUF (DRA), unterstützt das Hausprogramm seit 2013, damit möglichst viele Familien von dem Programm profitieren. 2015 stehen für Träger und Einrichtungen, die das Programm implementieren möchten (siehe Voraussetzungen ) bei Bedarf DRA-Stipendien zur Verfügung. Diese können die Ausbildung von neuen Elterntrainer/innen und Leitungskräften mit bis zu 100 % der Schulungskosten (ausgenommen Reisekosten und Logis) unterstützen, wenn ein/e Elterntrainer/in mindestens fünf Familien im Jahr (= 5 Stunden Arbeitszeit/Woche) über mindestens 18 Monate begleitet bzw. Leitungskräfte für drei oder mehr Elterntrainer/innen verantwortlich sind. Weitere Informationen zu PAT - Mit Eltern Lernen finden Sie unter http://www.pat-mitelternlernen.org . Am 9. Oktober 2015 veranstaltet PAT eine Fachtagung zum Thema "Braucht es ein ganzes Dorf? Lebenslagen und Bedürfnisse von Familien in den Frühen Hilfen" / zurück

HÄUSLICHE GEWALT / FRAUENHÄUSER
Neuer Vorstand www. gewaltlos.de
Am 25. März fand die diesjährige Trägerversammlung der Arbeitsgemeinschaft gewaltlos.de in Frankfurt statt. Die Beratung des Finanzberichtes und ein intensiver Austausch über Strategien für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising sowie die Diskussion über aktuelle Themen und Entwicklungen standen im Mittelpunkt der Versammlung. Der Vorstand berichtete, dass die Beratungsarbeit nun auch in englischer und türkischer Sprache erfolgt. In der Praxis wird weiterhin besonders deutlich, dass sich im Chat verstärkt Mädchen mit der Erfahrung von sexueller Gewalt an die Beraterinnen wenden. Sie haben häufig besonders extreme Schwierigkeiten, sich jemandem anzuvertrauen und finden mit dem sehr niedrigschwelligen Angebot eine Möglichkeit, einfühlsam begleitet werden zu können. Weiterhin stand eine Beratung über die Weiterentwicklung der Struktur der Arbeitsgemeinschaft gewaltlos.de auf der Tagesordnung. Das Angebot gewaltlos.de wächst kontinuierlich. Aktionen wie der BUTLERS-Spendentag und die MAJA-Karte zeigen, dass sich verstärkte Öffentlichkeitsarbeit vor Ort in steigenden Beratungszahlen auswirkt. Um weitere Aktionen und Weiterentwicklungen - wie das türkischsprachige Angebot - strukturell in die Fläche zu bringen, wurde ein Netzwerk von regionalen Ansprechpartnerinnen ins Leben gerufen. Ein wichtiges Anliegen der Trägerversammlung ist, weitere Ortsvereine zur Mitgliedschaft zu gewinnen. In den Vorstand wurden auf der Versammlung neue Mitglieder gewählt. Der neu gewählte Vorstand www.gewaltlos.de setzt sich zusammen aus: Dr. Josephin von Spiegel (SkF Hamburg-Altona), Monika Dohmen (Erzdiözese Köln, beratendes Mitglied), Angelika Wiedenau (SkF Köln), Maria Elisabeth Thoma (SkF Neuss), Claudia Mandrysch (SkF Essen), Marie-Therese Wirtz-Dörr (SkF Ratingen) und Gisela Pingen-Rainer (SkF Gesamtverein, beratendes Mitglied). / zurück

INTEGRATION DURCH ARBEIT 
Experten für Reform der Arbeitsförderung 
Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente zur Eingliederung insbesondere Langzeitarbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt bedürfen einer Neuausrichtung. Diese Auffassung vertrat eine Mehrheit von Sachverständigen in einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am 18. Mai 2015. Gegenstand der Anhörung war zum einen das Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Darüber hinaus wurden zwei Anträge der Linken (18/3146 ) und von Bündnis 90/Die Grünen (18/3918 ) diskutiert. Die Linke plädiert für einen starken öffentlich geförderten Beschäftigungssektor, die Grünen verlangen ebenfalls eine Neuausrichtung der Förderpolitik für Arbeitslose. Mehr  
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Neues Bundesprogramm "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" 
Das Bundesministerium Arbeit und Soziales (BMAS) hat am 7. Mai 2015 die Förderrichtlinie für das neue Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ veröffentlicht. Pressemitteilung des BMAS / Bundesanzeiger Bekanntmachung der Förderrichtlinien . Hier sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst: Es erfolgt ein Konzeptwettbewerb mit Frist bis zum 30. Juni 2015. Bewerben können sich die Jobcenter, das BMAS wählt dann aus. Ausgewählte Jobcenter stellen dann beim Bundesverwaltungsamt einen Antrag. Nach Bewilligung benennen die Jobcenter den Arbeitgebern auf deren Antrag Leistungsberechtigte, mit denen sie einen Arbeitsvertrag schließen können. Ausgewählt werden sollen ca. 100 Jobcenter. Der Antrag muss ein Konzept enthalten, in dem begleitende Aktivitäten der Jobcenter und ggf. der Partner ausführlich beschrieben werden (zum Beispiel Aktivitäten zur Wiedergewinnung der Tagesstruktur, stufenweise Einstieg in Beschäftigung, Aktivitäten zur Gesundheitsförderung, Unterstützung Arbeitgeber bei Beschäftigungsangeboten für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, kommunale Leistungen 16a SGB II). Im Antrag müssen potentielle Arbeitgeber und Einsatzbereiche benannt sein. Zielgruppe: Leistungsberechtigte (über 35 Jahre), die seit mindestens vier Jahren im SGB II Leistungsbezug sind – kurze Unterbrechungen durch selbständige oder abhängige Beschäftigung sind erlaubt – und gesundheitliche Einschränkungen haben oder in eine Bedarfsgemeinschaft mit Kindern leben. Es können auch Personen gefördert werden, die bereits an der Bürgerarbeit teilgenommen haben. Beschäftigung: in der Regel 30 Stunden wöchentlich, aber es sind auch Arbeitszeiten von 15, 20, 25 Stunden und stufenweiser Einstieg denkbar. Arbeitgeber: hier sind erwerbswirtschaftliche und gemeinnützige Träger genannt. Pro Arbeitsplatz beträgt die Förderung bis zu 1.320 Euro pro Monat (bei 30 Stunden, sonst entsprechend weniger). Die Kosten für die Anleitung der im Rahmen des Programms eingestellten Personen sind nicht zuwendungsfähig. Es ist eine Förderdauer pro Arbeitsplatz von maximal 36 Monate denkbar. Ergänzende Aktivitäten von Ländern, Kommunen und Dritten sind erwünscht. Allerdings ist keine Aufstockung des Zuschusses zu den Arbeitsentgelten durch Länder, Kommunen und Dritte möglich. Fördervolumen: 450 Mio. Euro für rund 10.000 Arbeitsplätze auf drei Jahre. Eine Evaluation ist vorgesehen. Problematisch ist: „Die Arbeitsplätze müssen für zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und wettbewerbsneutrale Arbeiten im Sinne der Vorschrift des § 16d Absatz 2, 3 und 4 SGB II bereitgestellt werden. Quelle: Fix/Vogt/DCV 11.05.2015 / zurück

KINDER- UND JUGENDHILFE 
Handbuch Sexuelle Gewalt in der Erziehungshilfe - Prävention und Handlungsempfehlungen
In dem Handbuch wird das dreijährige Projekt des Bundesverbandes katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V. (BVkE) "Prävention von (sexualisierter) Gewalt in katholischen Einrichtungen und Diensten der Erziehungshilfe" dokumentiert. Es werden zentrale Ergebnisse dieses Projektes dargestellt – insbesondere eine praxiserprobte Checkliste , die Einrichtungen und Diensten der Erziehungshilfe als Grundlage zur eigenen Risikoanalyse dienen kann. Darüber hinaus wird der Themenbereich sexualisierte Gewalt durch MitarbeiterInnen in Erziehungshilfeeinrichtungen in Form von Fachbeiträgen namhafter AutorInnen tiefergehend beleuchtet. Im Serviceteil am Ende sind neben einer umfangreichen Liste mit themenspezifischer Fachliteratur Adressen von Fachstellen sowie Fortbildungsangebote zu diesem Themengebiet aufgeführt, die Praktikern aus dem Bereich der Erziehungshilfe und wichtige Hinweise und Tipps zur Orientierung in der eigenen Arbeit geben können. Herausgeber: Michael Macsenaere, Joachim Klein, Michael Gassmann, Stephan Hiller, Sexuelle Gewalt in der Erziehungshilfe , Prävention und Handlungsempfehlungen, 2015, ca. 300 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-7841-2743-9. / zurück  

Positionspapier "Bildungsort Jugendsozialarbeit"
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. hat ein Positionspapier zum Bildungsverständnis der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft verabschiedet. Aus der Annahme, dass Jugendliche Expertinnen und Experten in eigener Sache sind, ergeben sich fachliche Anforderungen für die Jugendsozialarbeit. Die BAG KJS beschreibt in dem Papier "Bildungsort Jugendsozialarbeit“ pädagogische Standards für Bildungsprozesse und skizziert notwendige Rahmenbedingungen, um Jugendliche so fördern zu können, wie sie es wirklich benötigen. Die BAG KJS fordert eine Überwindung der Systemgrenzen; die Aufgabe der Maßnahmeförderung zu Gunsten einer individuellen bedarfsorientierten Förderung; mehr gemeinsame Angebote von Jobcenter, Arbeitsagentur und Jugendhilfe; die Federführung der Jugendhilfe für regionale Koordinierungsstellen wie Jugendberufsagenturen; ein Recht auf Ausbildung; Schulsozialarbeit an jeder Schule und eine an den Zielen der Jugendhilfe orientierte Schulsozialarbeit. / zurück   

Stellungnahme des "Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit" - Reduzierte Verpflichtungsermächtigungen des Bundes schränken Fördermöglichkeiten im SGB II ein - "Ausbildung für alle jungen Menschen" kann so nicht erreicht werden
Im letzten Ausbildungsjahr sind wieder vermehrt junge Menschen auf dem Ausbildungsmarkt leer ausgegangen. Viele sind am Ende ganz ohne Ausbildungsplatz geblieben. Die Bundesregierung hat angekündigt, im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung endlich eine Ausbildungsgarantie umzusetzen und neue Unterstützungsformen für Jugendliche wie die Assistierte Ausbildung zu fördern. Diese politischen Pläne werden infrage gestellt, wenn gleichzeitig die Mittel für mehrjährige Förderungen junger Menschen aus dem SGB II – etwa für außerbetriebliche Ausbildungen oder Ausbildungsbegleitungen – stark reduziert werden. Zahlreiche junge Menschen mit Unterstützungsbedarf sind weiterhin auf Formen der geförderten Ausbildung angewiesen. Die Mitglieder im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzen sich dafür ein, dass junge Menschen im Rechtskreis SGB II mehr und nachhaltig – und nicht etwa weniger – Unterstützung erhalten, um Ausbildung und echte Teilhabe zu realisieren (Quelle: Info-Mail Druckfrisch 4 des Kooperationsverbunds Jugendsozialarbeit). Stellungnahme / zurück

Evangelischer Bundesverband Adoption e. V. (EvBA e. V.) gegründet
Die evangelischen Adoptionsdienste haben sich im November 2014 auf Bundesebene zusammengeschlossen und den Evangelischen Bundesverband Adoption e. V. (EvBA e. V.) gegründet. Der Verband engagiert sich für die Weiterentwicklung fachlicher Standards im Arbeitsbereich Adoption auf christlich-diakonischer Grundlage und vertritt die Interessen seiner Mitglieder. Der Evangelische Bundesverband Adoption e. V. hat seinen Sitz beim Evangelischen Verein für Adoption und Pflegekinderhilfe e. V. in Düsseldorf. / zurück   

Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe 2016: Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung
Für das Jahr 2016 schreibt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis in der Kategorie Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe zum Thema "Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung" aus. Mit der Ausschreibung des Praxispreises 2016 werden Organisationen, Initiativen, Träger und Akteure der Hilfen zur Erziehung angesprochen, die mit ihrer Arbeit aufzeigen, welchen Beitrag sie zur Weiterentwicklung leisten, indem sie konzeptionelle Überlegungen und deren Umsetzung erarbeitet oder gute Beispiele praxisnah und alltagsorientiert entwickelt haben. Ausgezeichnet werden sollen Arbeiten, die zu dem ausgeschriebenen Thema innovative Modelle, Konzepte bzw. Strategien der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe beschreiben und dieser neue Impulse geben sowie zu ihrer Weiterentwicklung beitragen. Einsendeschluss ist der 31. August 2015. Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfepreis ist insgesamt mit 15.000 Euro dotiert. Pro Kategorie kann ein Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro sowie ein Anerkennungsbetrag von 1.000 Euro vergeben werden. Als Arbeiten kommen in Frage: Berichte, Konzepte, Projektbeschreibungen aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe. Arbeiten, die veranschaulichen, wie theoretische und wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis der Jugendhilfe umgesetzt werden. Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfepreis wird gestiftet von den Obersten Jugend- und Familienbehörden der Länder. Bewerbungsunterlagen  / zurück

RECHTLICHE BETREUUNG 
Konzentrierte Lobbyarbeit der Betreuungsvereine
Im Nachgang zur Aktion "Wir sind dann mal weg" haben verschiedene Vereine die Kontakte zu ihren Abgeordneten intensiviert und weitere Gespräche geführt. Am 26.11.2014 hat ein Gespräch mit der Berichterstatterin der CDU-Fraktion Sütterlin-Waack und dem sozialpolitischen Sprecher Karl Schiewerling stattgefunden. Daran haben teilgenommen: Renate Jachmann-Willmer, SkF; Stephan Buttgereit, SKM; Antje Markfort, DCV und Barbara Dannhäuser von der Arbeitsstelle Rechtliche Betreuung DCV, SkF und SKM. Am 22.04.2015 hat ein Gespräch mit dem Berichterstatter der SPD-Fraktion Matthias Bartke in Berlin stattgefunden. Teilnehmer: Renate Jachmann-Willmer, SkF; Stephan Buttgereit, SKM und Katrin Gerdsmeier, DCV. Ergebnis beider Gespräche: das Problem wurde grundsätzlich verstanden und der Regelungsbedarf gesehen. Gleichwohl wurde darauf hingewiesen, dass es bei einer Finanzierung durch die Länder keine einseitige Gesetzesänderung durch den Bund gebe, ohne die Länder mitzunehmen. Außerdem wurde auf die durch das Bundesjustizministerium beabsichtigte Erhebung verwiesen. Wir haben deutlich gemacht, dass unsere Vereine so lange nicht warten können. Wir haben inzwischen die Aktivitäten auf Länderebene intensiviert. Hierzu werden und wurden die Diözesen eingebunden.

Am 4. Mai 2015 fand ein Gespräch der Arbeitsgemeinschaft "Qualität" im BMJV statt. Daran hat Barbara Dannhäuser teilgenommen. Hierbei wurden die Fragestellungen für die rechtstatsächliche Untersuchung vorgestellt und durch die Teilnehmer der Gesprächsrunde ergänzt. Beabsichtigt ist eine Erhebung zur Qualität der beruflichen Betreuung und der Betreuung durch Ehrenamtliche. Außerdem wird das Vergütungssystem überprüft. Bei dem Gespräch wurde dem Referatsleiter Herrn Lütter und dem neuen Unterabteilungsleiter Dr. Wichard eine gemeinsame Erklärung der BAGFW und der BuKo "Wir können nicht mehr warten" überreicht. 

Am 5. Mai 2015 haben drei Vertreter des Bundesjustizministeriums auf Vermittlung der Arbeitsstelle den Betreuungsverein der Caritas Berlin und Potsdam besucht. Bei dieser Gelegenheit wurde Herrn Dr. Wichard ein Pressespiegel der Aktion "Wir sind dann mal weg" vom Herbst 2014 übergeben. Dr. Wichard und Herr Arndt hatten Gelegenheit mit zwei Betreuten zu sprechen. Anschließend haben Frau Kretschmer-Flemming, Leiterin des Betreuungsvereins der Caritas Berlin und Potsdam, ihre Vertreterin und Barbara Dannhäuser, den Vertretern des BMJV die praktische Arbeit eines Betreuungsvereins vorgestellt (Mitarbeiter, Arbeitsweise, Klientel, Qualitätsanforderungen, Querschnittsarbeit, Netzwerkarbeit usw.) Die Besucher waren sehr interessiert und aufgeschlossen und kannten die Arbeit eines Betreuungsvereins bisher kaum. Es ist gut gelungen, die Arbeit unserer Vereine ausführlich darzustellen und einen Kontakt zu knüpfen, der sicher – dank der kurzen Wege - auch intensiviert werden kann.

Der Arbeitskreis der sozialpolitischen Sprecher der Caritas (aus allen Diözesen) wird sich beim nächsten Treffen mit der Situation der Betreuungsvereine beschäftigen. Herr Buttgereit wird hierzu vortragen. Ziel ist eine koordinierte Länderinitiative. 

In Niedersachsen treffen sich die Betreuungsvereine zusammen mit Aktiven anderer Wohlfahrtsverbände, um die bundesweite Kampagne aus dem letzten Jahr auf Länderebene gemeinsam fortzusetzen. 
In Baden-Württemberg wurde mit dem Staatssekretär des BMJV über seinen Wahlkreis Kontakt aufgenommen. Zu dem beabsichtigen Gespräch wird die Arbeitsstelle eingeladen.
In NRW und Bayern gab es verschiedene Gespräche der LAG FW mit politischen Entscheidern und Parteien.

Die Liste lässt sich weiter fortsetzen. Unser Ziel bleibt eine schnellstmögliche finanzielle Verbesserung der Betreuungsvereine vor Abschluss der (sicher wichtigen) Evaluation.  / zurück

SCHULDNERBERTUNG
Seminarangebot von DCV und SKM
Finanzkompetenz in Workshops und Seminaren erfolgreich vermitteln am 28. September 2015 in Düsseldorf. Die Vermittlung allgemeiner Finanzkompetenz als Querschnittsaufgabe erfolgt auch in Workshops und Seminaren. Menschen erwerben finanzielle Kompetenzen in unterschiedlichen Situationen, Zeiträumen und Lebensphasen. Prävention im Umgang mit Geld muss vor allem dort erfolgen, wo Zahlungsschwierigkeiten oder Schulden noch kein (gravierendes) Thema sind. Workshops und Seminare sind entsprechend der Spezifik der jeweiligen Alters- und Zielgruppe praxisnah und lebendig zu gestalten, um einen möglichst nachhaltigen Lerneffekt zu erzielen. Verbraucher sind zu befähigen, selbstständig und eigenverantwortlich auf das Entstehen neuer Möglichkeiten und Erfordernisse im Umgang mit Geld zu reagieren. In der Weiterbildung können die Teilnehmer/innen verschiedene Methoden und Materialien für die eigene Seminartätigkeit kennenlernen und ausprobieren. Weitere Informationen und Anmeldung zu Seminar / zurück

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