Redaktion

Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Nadine Mersch
Telefon 0231 557026-25
mersch@skf-zentrale.de  

Sekretariat: Britta Plonka
Telefon 0231 557026-27
plonka@skf-zentrale.de

 
Bezug

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SkF Info-Dienst 7/2015  

Da sein, leben helfen Leitspruch des SkF
SkF Info-Dienst 1/2016

AUF EINEN BLICK
Allgemeines 
Aktion Mensch 2016   
Patientenberatung wird stark ausgebaut          
Was verdient die Frau? – Neue Kampagne des DGB    

ASB / Familienbezogene Armutsprävention 
DCV: Armut wirksam bekämpfen  
Handreichung Armutssensibles Handeln   
Empfehlungen des Deutschen Vereins     
Beratungsleitfaden zum Ende der Familienversicherung  

Arbeit mit Alleinerziehenden 
Infos zum Krankenhausstrukturgesetz    

Frühe Hilfen
Datenreport Frühe Hilfen 2015     
Bericht zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes    
Terminankündigung: Marte Meo Grundkurs
Fachtagung zu Geburtskliniken und Frühen Hilfen    
   
Integration durch Arbeit 
Josefstag 2016    
Handreichung des Deutschen Vereins zur Erwerbsintegration    
Passende Angebote für Langzeitarbeitslose    

Kinder- und Jugendhilfe 
Reform des SGB VIII     
Empfehlungen zur Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung     
Bericht zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes    
Dialogforum Pflegekinderhilfe     
Fünftes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (NRW)     
Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften verbessern 
16. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag         

Migration
Gesundheitsratgeber für Asylsuchende        

Rechtliche Betreuung 
Grundlagenseminar     
Fachtag   

Schwangerschaftsberatung
Fortbildungen  

Straffälligenhilfe 
Literaturhinweis   
Fachtagung zu Frauen in Haft   

Vertrauliche Geburt
Empfehlungen    

Wohnungslosenhilfe
Kommunen müssen ihre Pflicht zur Notunterbringung Obdachloser erfüllen      
   

ALLGEMEINES
Förderpolitik und Fördermarketing der Aktion Mensch 2016
Die Aktion Mensch geht mit neuen Förderrichtlinien in das Jahr 2016: Künftig fördert Aktion Mensch ausschließlich Vorhaben, die zumindest geeignet sind, die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit eines Angebots für alle Nutzer mit Behinderung sicherzustellen. Die Förderbedingungen orientieren sich im Investivbereich an der DIN 18040 zum barrierefreien Bauen. Gleichzeitig stellt Aktion Mensch mehr Mittel zur Schaffung einer barrierefreien Umwelt und für bessere soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Sowohl für Projekte als auch für Dienste und Einrichtungen erhalten Antragsteller zusätzliche Zuschüsse zur Herstellung von Barrierefreiheit. Insbesondere Maßnahmen, die Barrieren bei der Beratung, Begegnung und Beteiligung von Menschen mit und ohne Behinderung verringern, werden zusätzlich gefördert. Das betrifft neben der Behindertenhilfe auch allgemeine und spezielle Beratungsstellen, Bildungsstätten, Mehrgenerationenhäuser, Gemeindehäuser in den Pfarrgemeinden und Caritaszentren sowie erstmals ambulante Einrichtungen der Jugendhilfe. Ambulante Dienste und Einrichtungen mit inklusiver Ausrichtung und Konzeption können mit bis zu 110.000 Euro bei einem Fördersatz von 40 % bezuschusst werden. Nicht förderfähig sind Dienste und Einrichtungen der Altenhilfe. Für die barrierefreie Gestaltung von Projekten und Veranstaltungen legt Aktion Mensch eine Handreichung auf; für Maßnahmen wie z. B. Gebärden-, Schriftdolmetscher, Materialien in leichter Sprache oder bauliche und technische Anlagen können zusätzlich 50.000 Euro beantragt werden. Weiterhin besteht das Angebot, lokale Projekte zugunsten von geflüchteten Menschen zu fördern. Insbesondere die Koordination von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe, der Zugang zum Gesundheits- und Sozialsystem für schwer traumatisierte Flüchtlinge und Hilfen für Kinder und Jugendliche werden unterstützt. Die aktuellen Förderrichtlinien und Merkblätter liegen unter www.aktion-mensch.de zum Download bereit. Der DCV hat mit Aktion Mensch zusammen das Fördermarketing verstärkt. In Kooperation mit Diözesan- und Fachverbänden richtet der DCV Infoveranstaltungen vor Ort aus und organisiert gemeinsam mit Aktion Mensch online Webinare zu aktuellen Förderthemen. Regelmäßig erscheint der Aktion-Mensch-Newsletter „Förderung“ mit aktuellen Informationen und Tipps zu den Förderangeboten. In Planung ist außerdem ein Mailing zum Thema Barrierefreiheit, das Sie mit einer Broschüre per Post über die wesentlichen Punkte des neuen Förderschwerpunkts informieren wird. / zurück  

Patientenberatung wird stark ausgebaut
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wird stark ausgebaut und soll künftig auch ganz neue Angebote beinhalten. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/7136 ) auf eine Kleine Anfrage (18/6930 ) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schreibt, sieht das Konzept vor, die Zahl der bearbeiteten telefonischen Anfragen auf 200.000 pro Jahr (von rund 80.000) und die Zahl der Vor-Ort-Beratungen von rund 10.000 auf 22.500 zu steigern. Der Internetauftritt soll benutzerfreundlicher gestaltet, mit mehr Barrierefreiheit versehen sowie um neue Kommunikationsformen ergänzt werden. So ist die Einbindung von Chats und Webinaren geplant, ein Rückrufservice und eine individuelle Onlineberatung für registrierte Nutzer. Das gesamte Onlineangebot soll auch in türkischer und russischer Sprache verfügbar sein. Die derzeit 21 regionalen Stationen werden den Angaben zufolge auf 30 erweitert. Neu hinzukommen Stationen der UPD in Bremen, Schwerin, Neubrandenburg, Duisburg, Dresden, Frankfurt am Main, Würzburg, Freiburg im Breisgau und Konstanz. Die künftige UPD wird darüber hinaus mit drei Mobilen unterwegs sein, um auch in Regionen ohne feste Station eine Gesundheitsberatung anbieten zu können. Mit den UPD-Mobilen sollen rund 100 Städte, etwa in strukturschwachen Gebieten, erreicht werden. Der neue UPD-Anbieter, die Sanvartis GmbH, plant den Informationen zufolge eine Erweiterung mit rund 120 Mitarbeitern in der telefonischen, schriftlichen und Onlineberatung sowie mit weiteren Mitarbeitern in der Vor-Ort-Beratung. Die Berater sollen aus verschiedenen Fachrichtungen kommen, darunter Ärzte, Pflegefachkräfte, Psychologen und Juristen. Die Fachleute der UPD beraten Bürger in rechtlichen, medizinischen und psychosozialen Gesundheitsfragen. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem Patientenrechte, Behandlungsfehler, psychische Erkrankungen und Leistungen von Kostenträgern. Quelle: HIB 12.01.2016 / zurück  

Was verdient die Frau? – Neue Kampagne des DGB
Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte DGB Projekt "Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!" macht die Arbeitsmarktsituation von Frauen zum Thema: Es zielt darauf ab, die Debatte um die eigenständige Existenzsicherung von Frauen über den gesamten Lebensverlauf voranzutreiben. http://www.was-verdient-die-frau.de/ / zurück  

ALLGEMEINE SOZIALE BERATUNG / FAMILIENBEZOGENEN ARMUTSPRÄVENTION
DCV: Armut wirksam bekämpfen
Die Caritas hat Vorschläge und Beiträge zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung anlässlich der Halbzeitbewertung der EU 2020-Strategie zur Überwindung von Armut und sozialer Ausgrenzung veröffentlicht. Fachpapier Sensibel – Streitbar – Solidarisch  und weiterführende Links
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Handreichung „Armutssensibles Handeln“
Der DICV Köln hat eine neue Handreichung zum Thema "Armutssensibles Handeln- Wie denken und handeln wir in der Caritas?" herausgegeben. Neben Daten und Fakten zur Armutssituation wird auf gesellschaftliche Zusammenhänge, Erfahrungen von Betroffenen und auf sozialethische Aspekte hingewiesen. / zurück   

Empfehlungen des Deutschen Vereins
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. fordert in seinen verabschiedeten Empfehlungen, Menschen in sozialen Notlagen schnell und unbürokratisch zu unterstützen.
Der deutsche Sozialstaat wird in den Kommunen umgesetzt. Dort müssen alle an einem Strang ziehen, damit Menschen in sozialer Not schnell und unbürokratisch die richtige Hilfe erhalten. Insbesondere junge Menschen, Menschen mit Suchtproblemen und ältere Menschen können in einer Notlage durch die sozialen Netze fallen. Erstes Ziel der Hilfe ist dann die Abwendung der Not. Darauf aufbauend müssen Perspektiven erarbeitet werden, damit die Betroffenen wieder ein sicheres Leben führen können. Hierzu müssen Sozialämter, Jugendämter, Krankenkassen und Jobcenter zusammenarbeiten. Die Empfehlungen des Deutschen Vereins geben Hilfestellungen, wie erfolgreiche Zusammenarbeit gelingen kann. / zurück

Beratungsleitfaden zum Ende der Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung bei ALG II-Bezug zum 01.01.2016
Was ist neu ab 2016? Ab dem 01.01.2016 werden alle erwerbsfähigen Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II) einheitlich in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung versicherungspflichtig, soweit sie nicht der privaten Kranken- und Pflegeversicherung zuzuordnen sind. Der bisherige Vorrang der Familienversicherung beim ALG II-Bezug gilt dann nicht mehr. Jeder Leistungsbezieher wird selbst Mitglied einer Krankenkasse. Was ändert sich für die Betroffenen? Für alle familienversicherten Leistungsbeziehenden ab 15 Jahre, die bereits vor dem 1. Januar 2016 ALG II bezogen haben, ist es unerheblich, welche Versicherung sie zuletzt vor dem ALG II-Bezug hatten. Für sie ändert sich eigentlich nichts. Sie werden jetzt lediglich eigenständiges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Sie konnten ihre gesetzliche Krankenkasse bis zum 14.01.2016 frei wählen. Legten sie in dieser Frist keine Mitgliedsbescheinigung ihrer Krankenkasse beim Jobcenter vor, meldete das Jobcenter den Betroffenen bei der Krankenkasse an, bei der zuletzt die Familienversicherung bestand. Für alle Leistungsberechtigten ab 15 Jahre, die erst ab 1. Januar 2016 neu ALG II beantragen, ist durch den Wegfall der vorrangigen Familienversicherung beim ALG II-Bezug die letzte Versicherung vor dem ALG II-Bezug maßgeblich. Besteht eine Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung, muss dem Jobcenter eine Mitgliedsbescheinigung dieser Krankenkasse vorgelegt werden. Besteht eine Familienversicherung, ist der Familienversicherte als eigenständiges Mitglied bei der gesetzlichen Krankenkasse anzumelden. Besteht eine private Versicherung, muss die Mitgliedschaftsbescheinigung dieser Versicherung dem Jobcenter vorgelegt werden. Wer übernimmt die Beiträge? Sowohl für die gesetzliche als auch für die private Krankenversicherung übernimmt das Jobcenter weiterhin die Beitragszahlung. Was passiert bei einer 100 %-Sanktionierung? Wird das ALG II komplett gekürzt und Wertgutscheine nicht beantragt oder bewilligt, wird ALG II nicht mehr bezogen. In diesem Fall besteht der Ausschluss der vorrangigen Familienversicherung bei ALG II-Bezug nicht mehr und die Leistungsberechtigten unterfallen der Familienversicherung kraft Gesetzes, wenn deren Voraussetzungen vorliegen. Weitere Einzelheiten können Sie dem Beratungsleitfaden entnehmen. 
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ARBEIT MIT ALLEINERZIEHENDEN
In Ruhe gesund werden - Das Krankenhausstrukturgesetz reformiert auch den Anspruch von Familien auf Haushaltshilfe
Das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) hat am 27. November 2015 den zweiten Durchgang durch die Bundesratssitzung passiert und wurde noch im Dezember im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Damit trat es zum 1. Januar 2016 in Kraft. Das Gesetz will die Qualität und die Finanzierung der Krankenhäuser verbessern. Ergänzend dazu werden die Ansprüche auf häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe erweitert. Weitere Informationen zum Gesetz finden Sie im DCV Infoservice 14/2015  / zurück  

FRÜHE HILFEN
Datenreport Frühe Hilfen 2015  
Warum nehmen einige Familien Angebote der Frühen Hilfen an, andere jedoch nicht? Welche Familien profitieren besonders und wo besteht Handlungsbedarf? Antworten auf diese Fragen liefert der Datenreport Frühe Hilfen 2015 , der vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in Kooperation mit der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik an der Technischen Universität Dortmund herausgegeben wurde. Besonders aufmerksam möchten wir Sie auf den Artikel ab Seite 40 zu unserer Forschung zu Kooperationen von Ortsvereinen des SkF mit Einrichtungen und Diensten des Gesundheitswesens im Bereich Frühe Hilfen machen. Online ansehen  
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Terminankündigung: Marte Meo Grundkurs SAVE THE DATE!
Der SkF Gesamtverein bietet in Kooperation mit dem Marte Meo Institut einen dreiteiligen Grundkurs an. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die TeilnehmerInnen das international anerkannte Zertifikat zum Marte Meo Practitioner (Marte Meo Institut Deutschland ). Termine: 1. Block 15.-16.12.2016, 2. Block 23.-24.02.2017 und 3. Block 27.-28.04.2017. Referent ist Markus Bach, Dipl. Pädagoge, Systemischer Berater und Familientherapeut, Systemischer Supervisor, Coach, Lehrender für Systemische Beratung (DGSF), Marte Meo lic Supervisor (Maria Aarts), Verantwortlich ist Dr. Petra Kleinz vom SkF Gesamtverein. Eine detaillierte Ausschreibung erfolgt im Sommer. 
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Fachtagung zu Geburtskliniken und Frühen Hilfen
Der Deutsche Caritasverband e. V. veranstaltet den oben genannten Fachtag am Montag, den 7. März 2016 im Maternushaus in Köln. Im Zentrum der Veranstaltung stehen folgende Fragen: Wie gelingt es, in Geburtskliniken in einen guten Kontakt mit Müttern und Vätern zu kommen und den Weg zu den Frühen Hilfen zu bereiten? Welche Erfahrungen machen Mitarbeiterinnen in Geburtskliniken und ihre Partner, wenn sie sich hier auf den Weg machen? Wie können Aktivitäten von Kliniken und ihren Partnern nachhaltig gesichert werden? Welche Rahmenbedingungen braucht es vor Ort, im Land und im Bund für eine Verstetigung? Zur Zielgruppe der Veranstaltung gehören: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Geburtskliniken, Partnerinnen und Partner in den Angeboten Früher Hilfen und Koordinatorinnen und Koordinatoren der kommunalen Netzwerke Früher Hilfe. Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte das Anmeldeformular und senden es per Mail bis spätestens 10. Februar 2016 an den DCV. /
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INTEGRATION DURCH ARBEIT
Josefstag 2016
Am 18./19. März findet als bundesweiter Aktionstag der katholischen Jugendsozialarbeit der Josefstag 2016 statt. Träger kath. Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe sind eingeladen und aufgerufen sich mit vielfältigen Aktionen vor Ort zu beteiligen um somit politische und kirchliche Entscheidungsträger auf Ihre Arbeit und die Herausforderungen vor Ort aufmerksam machen. Das Motto lautet: „Faire Arbeit! – Jugend braucht Perspektive“ und greift somit zwei zentrale Problematiken aus dem Bereich der Jugendberufshilfe auf: 1. Benachteilige Jugendliche können häufig nur in prekäre Arbeitsverhältnisse vermittelt werden und sind auch dauerhaft überproportional von prekärer Beschäftigung betroffen. 2. Unter den aktuellen Bedingungen ist es für die Einrichtungen der Jugendsozialarbeit schwierig, ihren Mitarbeitern faire und sichere Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Um einen echten Beitrag zur Integration benachteiligter Jugendlicher leisten zu können, die (noch) nicht in reguläre Arbeit einmünden konnten, braucht es aber dauerhaft geförderte und langfristig etablierte Angebote. Aktionen können in den Tagen rund um den 19. März 2016 stattfinden. Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.josefstag.de / zurück

Handreichung des Deutschen Vereins zur Erwerbsintegration 
Das Präsidium des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V. hat die „Handreichung zum rechtlichen Rahmen der Erwerbsintegration von Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit“ im Dezember 2015 verabschiedet. Die Handreichung soll der Praxis als Hilfestellung im Umgang mit einer komplexen Rechtsmaterie an der Schnittstelle von Sozialrecht und Ausländerrecht dienen. Weitere Informationen  / zurück   

Passende Angebote für Langzeitarbeitslose
Zur Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in neue Jobs setzt die Bundesregierung weiter auf spezielle Förderprogramme. So sollen die "Netzwerke für Aktivierung, Beratung und Chancen" an die erfolgreiche Arbeit der Initiative "Perspektive 50plus" anknüpfen, wie die Regierung am 15.12.2015 in ihrer Antwort (18/7031 ) auf eine Kleine Anfrage (18/6861 ) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schreibt. Die Jobcenter seien aufgerufen, diesen Betreuungs- und Aktivierungsansatz ab 2016 "auf freiwilliger Basis im Regelgeschäft umzusetzen" und entschieden selbst über die Ausgestaltung der Netzwerke. Das Bundesprogramm "Perspektive 50plus" richtete sich an ältere Langzeitarbeitslose über 50 Jahre. Davon gab es 2005 rund 573.000, im November 2015 waren es noch rund 428.000 Betroffene. In diesem Zeitraum ist den Angaben zufolge auch die Gesamtzahl der Langzeitarbeitslosen von knapp 1,6 Millionen auf rund eine Million zurückgegangen. Zielgruppe der Netzwerke seien "Menschen mit komplexen Problemlagen beziehungsweise multiplen Vermittlungshemmnissen". Ihre Zahl sei statistisch nicht zu beziffern. Das Konzept der Netzwerke ziele darauf ab, durch eine intensivere Betreuung in den Jobcentern die Menschen mit ihren individuellen Problemlagen, Stärken und Schwächen besser einschätzen zu können (Profiling), um ihnen dann möglichst passgenaue Angebote zu machen. Quelle: hib/PK / zurück

KINDER- UND JUGENDHILFE 
Reform des SGB VIII - Referentenentwurf ist für Mai 2016 geplant
Sah es noch im November letzten Jahres so aus, als wäre die Arbeit an der Reform des SGB VIII ins Stocken geraten, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Dezember die Eckpunkte der möglichen Inhalte eines Referentenentwurfs vorgelegt. Die Regelungsbereiche unter dem Titel „Vom Kind aus denken! Kinder und Jugendliche stärken“ umfassen: die Umsetzung der inklusiven Lösung mit der Zusammenführung der Eingliederungshilfe für Kinder- und Jugendliche in der Jugendhilfe, die Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung mit einer präventiven Infrastruktur und einer rechtssicheren Verknüpfung mit Einzelfallhilfen, die Weiterentwicklung der „Heimaufsicht“ (§§ 45 ff. SGB VIII), die Stärkung von Pflegekindern und ihren Familien. Diskussionspunkte sind hierbei u. a. die Absicherung von „Dauerpflegeverhältnissen“ und Verbesserung der Hilfekontinuität. Der Referentenentwurf soll im Mai 2016 vorgelegt und das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode, die im Herbst 2017 endet, beschlossen werden. Für die Umsetzung der inklusiven Lösung ist allerdings eine Übergangsfrist von mindestens fünf Jahren geplant. Power-Point-Präsentation des BMFSFJ / zurück

Empfehlungen zur Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung
Eine gute Hintergrundinformation zur geplanten SGB VIII-Reform (s.o.) bieten die Empfehlungen vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge und der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ). Links: Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe und Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge  / zurück     

Bericht zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes
Das Bundeskabinett hat den Bericht zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes beschlossen. Der Bericht weist auf schon erreichte aber auch noch ausstehende Verbesserungen im Kinderschutz hin - z. B. auf die Stärkung von Pflegekindern und ihren Familien. Folgende Evaluationsergebnisse zeigen, dass der Kinderschutz in Deutschland grundsätzlich wirksam und verlässlich ist:

  • Die Vernetzung der wichtigen Akteure im Kinderschutz funktioniert gut.
  • Hausbesuche werden flächendeckend zur Einschätzung von Gefährdungslagen durchgeführt.
  • Jugendämter informieren sich gegenseitig verstärkt über Hinweise zu Kindeswohlgefährdungen.
  • Aufgrund von einschlägigen Eintragungen im Führungszeugnis werden schätzungsweise jährlich circa 100 Personen von Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe ausgeschlossen.
  • Eltern, schwangere Frauen und werdende Väter werden verstärkt über Hilfs- und Beratungsangebote informiert.
  • Werdende und junge Eltern werden von den Angeboten der Frühen Hilfen erreicht zum Beispiel durch den Einsatz von Familienhebammen oder durch Elternbegleiter.

Verbesserungsbedarf besteht an folgenden Stellen:

  • Die Befugnisnorm, die es Berufsgeheimnisträgern erlaubt, das Jugendamt unter bestimmten Bedingungen über Gefährdungen des Wohls eines Kindes zu informieren, müssen verständlicher formuliert werden. Damit zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte sie besser anwenden können.
  • Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche müssen weiter gestärkt werden. Daher soll geprüft werden, in welcher Form externe und unabhängige Stellen- Ombudsstellen- geschaffen werden können.
  • Es reicht nicht aus, nur die Jugendämter und ihre Einrichtungen, zur Qualitätsentwicklung zu verpflichten- auch die freien Träger werden daher in diese Aufgabe mit eingebunden.
  • Pflegekinder und ihre Familien müssen gestärkt werden. Vor allem bei Dauerpflegeverhältnissen gilt es zu prüfen, wie in den gesetzlichen Regelungen mehr Stabilität der Familiensituation sichergestellt werden kann.
  • Jugendämtern und Trägern sollte die Dokumentation der Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis ermöglicht werden, um die Handhabung in der Praxis zu erleichtern.
  • Die Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen sollte weiter verbessert werden.
    Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom 16.12.2015
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Dialogforum Pflegekinderhilfe
Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat das im Juni letzten Jahres eingerichtete und von der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) moderierte Dialogforum Pflegekinderhilfe die Aufgabe, die zahlreichen Reformimpulse der letzten Jahre aufzubereiten und gebündelt zugänglich zu machen. Über die Erstellung von Expertisen und die Moderation einer bundesweiten ExpertInnengruppe sollen Handlungserfordernisse für den Bereich der Pflegekinderhilfe dem BMFSFJ und einer parallel eingerichteten Bund-Länder-AG zur Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe zur Verfügung gestellt werden. Link / zurück   

Fünftes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (NRW)
Am 4. Dezember 2015 hat der Landtag NRW das Fünfte Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes beschlossen (GV.NRW, 2015, 832 ff.), welches im Dezember 2015 nach Verkündung in Kraft getreten ist. Es enthält Regelungen zur landesweiten Verteilung der unbegleiteten ausländischen Minderjährigen innerhalb Nordrhein-Westfalens. Das Gesetz regelt als u.a. die Einrichtung einer Landesstelle zur Durchführung der Verteilung im LVR-Landesjugendamt Rheinland. Die Landesstelle NRW ist für ganz Nordrhein-Westfalen zuständig. Jedes Jugendamt ist jetzt zur Aufnahme von unbegleiteten ausländischen Minderjährigen verpflichtet, die ihm die Landesstelle NRW zuweist. Ab 2016 erstattet das Land im Rahmen der Kostenerstattung auch eine Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 3.100 Euro. L ink zum 5. AG KJHG  zurück

Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften verbessern - Bundesministerin Schwesig hat Schutzkonzept vorgestellt
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig will Städte und Gemeinden dabei unterstützen, die Situation und den Schutz von Frauen und Kindern in den Einrichtungen zu verbessern. Hierbei ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF ein wichtiger Partner. Das Schutzkonzept sieht drei konkrete Maßnahmen vor:
1. KfW-Sonderprogramm: Das BMFSFJ will gemeinsam mit der KfW ein Programm starten, um die Schaffung und den Umbau von Flüchtlingsunterkünften zu fördern und somit den Schutz für Frauen und Kinder zu gewährleisten. Geplant ist, das Programm Anfang 2016 zu starten Mit dem Programm sollen Investitionskredite mit einem Gesamtvolumen von bis zu 200 Millionen Euro bereitgestellt werden.
2. Kooperation mit UNICEF: Die Kooperationsvereinbarung sieht unter anderem vor, das Personal in Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Fragen des Kinderschutzes zu schulen und für Fälle sexueller Gewalt zu sensibilisieren. Zudem soll UNICEF logistische Hilfe bei der Einrichtung kinderfreundlicher Räume sowie dem Aufbau psychosozialer Betreuungsstrukturen leisten.
3. Stärkung der Angebote der Folteropferzentren mit Fokus auf Gewalt gegen Frauen (Traumabewältigung): Folteropferzentren sollen finanziell stärker unterstützt werden, damit Flüchtlingsfrauen, die Gewalt erfahren haben, gut betreut werden können. Etwa durch eine zusätzliche Fachkraft für die Behandlung von Flüchtlingsfrauen, die Gewalt erfahren haben. Hierfür stellt das BMFSFJ 4 Millionen Euro zur Verfügung. / zurück

16. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT)
Vom 28. bis. 30. März 2017 findet der 16. DJHT unter dem Motto „22 mio. junge chancen – gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten“ in Düsseldorf statt. Zentrales Element des Jugendhilfetages ist der Fachkongress. In diesen integriert ist eine Fachmesse für das Arbeitsfeld Kinder- und Jugendhilfe. / zurück

MIGRATION
Gesundheitsratgeber für Asylsuchende
In insgesamt fünf Sprachen ist der neue "Ratgeber Gesundheit für Asylsuchende in Deutschland" erschienen. Die Broschüre informiert über das System der Gesundheitsversorgung in Deutschland und gibt praktische Tipps zum Schutz vor Krankheiten und Infektionen. Weitere Informationen stehen auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums. / zurück  

RECHTLICHE BETREUUNG 
Grundlagenseminar Rechtliche Betreuung im Betreuungsverein
Das Grundlagenseminar für neue berufliche Mitarbeitende in den Betreuungsvereinen der verbandlichen Caritas findet vom 7.-9. Juni 2016 in Frankfurt statt. Ausschreibung / zurück

Fachtag
Fachtag „Wir sind dann mal weg?! – Auseinandersetzung mit dem möglichen Ende eines Betreuungsvereins“ für Leitungsverantwortliche in den Vereinen der verbandlichen Caritas am 10. Mai 2016 in Bonn. Niemand möchte das. Wir kämpfen weiter für eine Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen für Betreuungsvereine. Einige Vereine haben leider schon jetzt aufgeben müssen. Mit dem Fachtag möchten wir vorsorgen und uns dem Szenario einer Schließung stellen. Was passiert bei einer Schließung? Was ist zu beachten? Welche psycho-soziale Dynamik entfaltet sich in der Organisation? Die Ausschreibung erfolgt in Kürze auf www.kath-betreuungsvereine.de / zurück

SCHWANGERSCAHFTSBERATUNG
Fortbildungen
Jahresübersicht der für 2016 geplanten Fortbildungen im Fachbereich Schwangerschaftsberatung / zurück  

STRAFFÄLLIGENHILFE
Literaturhinweis: „Wenn Inhaftierung die Lebenssituation prägt“
Inhaftierung ist nicht nur ein gravierender Einschnitt in das Leben der verurteilten Person, sondern auch der Angehörigen: Partner/-in, Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister, enge Freunde. Diese werden häufig von der Inhaftierung überrascht. Neben dem Schock müssen Angehörige müssen sie auftretende psychische, soziale und materielle Probleme lösen und alleine die Erziehungsverantwortung und Alltagsbewältigung tragen. Der Reader präsentiert neben Grundlagen zur Problematik der Angehörigen das breite Spektrum an Hilfe angeboten. Darüber hinaus werden viele Praxisbeispiele vorgestellt, die Orientierung und Anregung für alle in der Arbeit mit Inhaftierten und vor allem deren Angehörigen geben. Lydia Halbhuber-Gassner, Barbara Kappenberg, Wolfgang Krell (Hg.), Wenn Inhaftierung die Lebenssituation prägt. Lokale Unterstützungsangebote und Online-Beratung für Angehörige, 2016, 280 Seiten, kartoniert, 19,90 Euro, Lambertus-Verlag, ISBN 978-3-7841-2412-4, www.lambertus.de. / zurück

Fachtagung zu Frauen in Haft - SAVE THE DATE!
Bundesweite Fachtagung „Frauen in Haft - Spezielle Belastungen inhaftierter Frauen und mögliche Lösungswege“ am 11./12. Juli 2016 in Vechta. Eine Kooperationsveranstaltung des SkF mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Frauenvollzug (BAG-F - Dr. Helga Eisele). Eine Bundestagung für ehrenamtliche und berufliche Mitarbeiter/innen in den Bereichen Straffälligenhilfe und Gefängnisseelsorge. / zurück

VERTRAULICHE GEBURT
Empfehlungen
Die Empfehlungen vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge finden Sie unter folgendem Link www.deutscher-verein.de/de/empfehlungenstellungnahmen-2015-1859.html / zurück

WOHNUNGSLOSENHILFE
Kommunen müssen ihre Pflicht zur Notunterbringung Obdachloser erfüllen
Die BAG Wohnungslosenhilfe weist auf ein neues Rechtsgutachten „Grundsätze der polizei- und ordnungsrechtlichen Unterbringung von (unfreiwillig) obdachlosen Menschen unter besonderer Berücksichtigung obdachloser Unionsbürger“ hin. Das Gutachten vom Ordnungsrechtsexperten K.H. Ruder ist „hieb- und stichfest“ – d. h. abgesichert durch die Literatur und Rechtsprechung. Dies ist im Falle des Ordnungsrechtes besonders wichtig, weil es in den sechzehn Ländergesetzen zu den Ordnungs- und Polizeibehörden keine konkreten rechtlichen Regelungen gibt, die die konkreten Voraussetzungen und Ausformungen der ordnungsrechtlichen Notunterbringung beschreiben. Die BAG W hält die Veröffentlichung des Gutachtens vor Ort via Pressemittelung, bzw. seine unmittelbare Verbreitung in Richtung der zuständigen Behörden für außerordentlich wichtig. Spätestens ab März/April werden bundesweit zwischen 400.000 und 500.000 Flüchtlinge im Rahmen der Anschlussunterbringung der normalen ordnungsrechtlichen Obdachlosenunterbringung zu versorgen sein. Dies liegt daran, weil wohl nur maximal die Hälfte der Flüchtlinge (geschätzt ca. 1 Millionen) im Wohnungsmarkt unterkommen wird. Die BAG W geht von einer extremen Konkurrenzsituation zwischen einheimischen Wohnungslosen, obdachlosen EU-Zuwanderern und obdachlosen Flüchtlingen aus und merkt an, dass allen Behörden klar sein müsste, dass alle Anspruchsgruppen gleichermaßen – und zwar ohne irgendeinen Vorrang-Anspruch auf sofortige Notversorgung haben. / zurück