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Da sein, Leben helfen  
Eröffnung Cap 27

Cap 27 - Ein Ort der Begegnung nicht nur für Flüchtlinge

Was uns - Irmgard Sandfort, geistliche Begleiterin des SkF und gleichzeitig Gemeindereferentin im Pastoralverbund Lippstadt-Nord und Ute Stockhausen, Geschäftsführerin des SkF - im ersten Moment als „spinnige Idee“ erschien, blieb aber auch nach dem ersten Überschlafen eine verfolgungswürdige Idee mit nachhaltigen Konsequenzen. Und darum geht’s: Wir wollen die Herausforderungen, denen Kirche sich heute stellen muss, zusammen bringen: die Umsetzung des Zukunftsbildes des Erzbischofs, die strukturellen Veränderungen von Gemeinden über Pastoralverbünde hin zum pastoralen Raum und die aktuelle Situation von Flüchtlingen in Lippstadt.

Entstanden ist daraus ein innovatives Projekt im Rahmen der Flüchtlingshilfe als gemeinsame Aktion zweier Pastoralverbünde mit Blick auf die gemeinsame Zukunft in der künftigen Struktur. Räumlich befindet sich der SkF mittig zwischen beiden Pastoralverbünden (Lippstadt-Nord und -Mitte). Die gemeinsame Aktivität schlägt die Brücke zwischen den Pastoralverbünden und schafft an der Basis Verbindungen und Zusammengehörigkeit.

Angesprochen werden sollen nicht nur Gemeindemitglieder, die ohnehin schon an Kirche angebunden sind, sondern insbesondere auch die, die in den klassischen Angeboten von Kirche sich nicht zuhause fühlen, aber dennoch von der christlichen Idee geprägt sind und sie leben.

Strickrunde des Begegnungscafés

Soweit die Idee. Zur Umsetzung spielten uns äußere Faktoren in die Hände: Ein Ladenlokal mit 190 qm im Haus der SkF-Geschäftsstelle war frei und wir hatten eine Woche Zeit für die Entscheidung, da es bereits einen Interessenten gab, das Erzbistum stelle Fördergelder für die Flüchtlingshilfe bereit. Es sollte wohl so sein ... In kurzer Zeit wurde umgebaut und am 15. September 2015 öffnete das Cap 27 für Eltern-Kind-Gruppen für Flüchtlinge seine Türen.

Für das Ladenlokal wurde mit einem Namensgebungswettbewerb einen griffiger Name gesucht und gefunden: die Jury bestehend aus Vertreter/innen der Pastoralverbünde und des SkF wählte aus 72 Vorschlägen Cap 27 aus. So hat sich das Angebot inzwischen etabliert.

Aktuell gibt es folgende Angebote im Cap 27:

  • Eltern-Kind-Gruppe für Flüchtlingsfamilien (gefördert durch das Land NRW; viermal wöchentlich jeweils drei Stunden.
  • Kinderkleider-Lädchen für Kinderkleidung und -ausstattung für Familien mit geringem Einkommen.
  • Begegnungscafé parallel zu den Lädchenzeiten für alle Interessierten aus Gemeinde und Stadt, aktuell mit einer Handarbeitsrunde, die die Nadeln klappern lässt.

Zahlreiche Einzelveranstaltungen fanden bereits statt: das Friedenslicht aus Bethlehem war ebenso zu Gast wie ein Chor etc. Es ist noch viel Potential für mehr.
Das Cap 27 versteht sich als Ort, an dem Gruppierungen, die es bereits gibt oder auch solche, die sich noch finden, einen Raum der Begegnung haben, wo Menschen miteinander in Kontakt kommen und etwas unternehmen.

Die Resonanz in der Öffentlichkeit war gewaltig: während der Bauphase wies ein Aushang im Schaufenster auf die künftige Nutzung hin. Ergebnis: innerhalb kürzester Zeit fanden sich zahlreiche Ehrenamtliche, von denen aktuell 26 aktiv sind (im Kinderkleider-Lädchen und ergänzend zu 2 Hauptberuflichen in den Familiengruppen).

Die Wahrnehmung des SkF in Lippstadt hat enorm zugenommen, das Cap 27 ist schon jetzt sehr gut etabliert. „Die Idee ist eines, aber es mit Leben zu füllen, ist eine große Aufgabe und das geht nicht allein“ so Ute Stockhausen. „Ohne das Engagement der Ehrenamtlichen wäre das Cap 27 nur ein frisch renoviertes Ladenlokal ohne Leben. Hier ein dickes Danke-schön an alle Aktiven!“

Ute Stockhausen, Geschäftsführerin