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Foto: Kevin Rühle
Auf einen Kaffee
Einheimische und Flüchtlinge im Gespräch

Die Menschen reden viel zu sehr übereinander, sie sollen besser miteinander reden, heißt es in einem Sprichwort, denn wer miteinander redet wird die Sorgen seines Gegenübers besser verstehen können. Ein solches Angebot bietet das Café International im Evangelischen Gemeindehaus in Cochem.

Menschlichkeit beginnt bei den kleinen, alltäglichen Dingen: Bei einer Tasse Kaffee ist es leichter ins Gespräch zu kommen und einander zu verstehen.

Das Angebot der Evangelischen Kirchengemeinde Cochem in Zusammenarbeit mit Katholischen Pfarreiengemeinschaft und des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Cochem bietet Flüchtlingen wie Einheimischen jeden Montag von 16 bis 18 Uhr die Möglichkeit einander zu begegnen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei sind sich die Organisatoren bewusst, dass es sich um ein sensibles Thema handelt. "Die Bandbreite reicht von immenser Hilfsbereitschaft bis das haben wir jetzt davon. Das zeigt aber, wie wichtig unsere Arbeit ist", sagt der katholische Gemeindereferent Bernd Berenz. Integration sei halt immer beidseitig. Wenn Blicke verletzen könnten, würde es häufig weh tun, berichtet ein Mann, dass sein Engagement nicht von allen geteilt wird. Für die Flüchtlinge ist das Café auch ein Ort um erstmals Deutsch zu sprechen. "Das Sprechen ist das A und O", weiß Gerda Schnitzler, die zusammen mit ihrem Mann bereits seit vielen Jahren Deutsch unterrichtet. "Für die Flüchtlinge bekommt die Gesellschaft ein Gesicht", sind sich alle einig und verbinden damit die Hoffnung, dass noch mehr Deutsche ins Café International kommen.

Wochenspiegel, 20.01.2016

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