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Fachreferat Armutsbekämpfung / Armutsprävention, Integration durch Arbeit, Allgemeine Sozialberatung

Brunhilde Ludwig

Brunhilde Ludwig
Diplom-Sozialwissenschaftlerin
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Vanessa Koch

Vanessa Koch
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Armutsrisiko Geschlecht – Armutslagen von Frauen in Deutschland  
Eine Broschüre der Nationalen Armutskonferenz (nak), © Oktober 2017 (PDF, 605 kB)

 
Da sein, Leben helfen  

Armutsbekämpfung / Armutsprävention

Handeln - bevor es eng wird!

Armutsbekämpfung und Armutsverhinderung haben eine lange Tradition im Sozialdienst katholischer Frauen, denn seit seiner Gründung durch Agnes Neuhaus im Jahr 1899 als katholischer Frauen- und Fachverband der sozialen Arbeit, hat er sich zur Aufgabe gemacht, insbesondere notleidenden Frauen, Mädchen und Kindern, aber auch generell benachteiligten Familien in Not zu helfen. Mehr   

Armut ist keine Straftat!

Internationaler Tag gegen Armut und Ausgrenzung in Osnabrück
Osnabrück/Dortmund/Düsseldorf 17.10.2018
Unter dem Motto „Menschen mit Armutserfahrungen organisieren sich“ hat in Osnabrück in Kooperation von SKM Bundesverband und SkF Gesamtverein die zentrale Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen Armut und Ausgrenzung stattgefunden. In verschiedenen Workshops wurden unter Leitung und Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrungen die Themen „Partizipation“, „Armut ist weiblich“ und “Umgang mit dem Job-Center“ diskutiert.
„Armut ist keine Straftat, auch wenn dieser Eindruck häufig erweckt wird!“, empörte sich Robert Trettin, stellvertretender Sprecher der Nationalen Armutskonferenz. Er ist davon überzeugt, dass sich nichts ändert, „wenn wir nicht selbst auf die Straße gehen“. Als Experten in eigener Sache müssten Menschen mit Armutserfahrungen auf Augenhöhe beteiligt werden. „Menschen, die eigene Erfahrungen mit Armut gemacht haben, müssen auch in zentrale Entscheidungen in Politik und Gesellschaft eingebunden sein.“

„Der soziale Wohnungsbau, insbesondere für Frauen mit Kindern, muss deutlich angekurbelt werden. Es müssen mehr Plätze in Frauenhäusern geschaffen und deren Finanzierung verbessert werden“, fasste Karin Wilke die Forderungen der Frauen im Workshop „Armut ist weiblich“ zusammen.“ Außerdem seien kostenlose Weiterbildungen für Frauen zur Nutzung von Medien notwendig. Für Migrantinnen stellen sich die Fragen nach Kultur und Geschichte in Deutschland sowie nach den hier herrschenden Gesetzen und den damit für sie verbundenen Rechten. Gleichfalls forderten die teilnehmenden Frauen Treffpunkte wie beispielsweise Cafés oder Arbeitslosenzentren, in denen sie Erfahrungen austauschen und sich organisieren könnten.

Viele Teilnehmenden benannten ihre negativen Erfahrungen mit Jobcentern. Erhard Beckers, Fachreferent für besondere Lebenslagen und Armutsfragen des SKM Bundesverbands und Brunhilde Ludwig, Referentin für Armutsbekämpfung und -prävention im SkF Gesamtverein benannten als wesentliche Forderungen der Teilnehmenden: „Es müssen Kontrollinstanzen von außen für die Jobcenter eingerichtet werden, die Rechtsdurchsetzung für Arbeitslosengeld II (ALGII)-Empfänger deutlich erleichtert und die Antragsverfahren für den Bezug von ALG II vereinfacht werden. Außerdem müssen Wege zur Stabilisierung der Wohnsituation von Leistungsbeziehenden gefunden werden, die durch steigende Mieten insbesondere in Ballungsräumen gefährdet ist. Nicht zuletzt müssen die Regelsätze, die Mietobergrenzen und die Freibeträge bei der Anrechnung von Einkommen erhöht werden.“
Sich gemeinsam auszutauschen zu konkreten Erfahrungen von Armut in einem solchen Format wurde von Teilnehmenden und Veranstaltern als sinnvoll bewertet. 
 

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